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Logos von Aaron Draplin

Detail aus dem Poster von Aaron Draplin

Da sitze ich vor einigen Tagen in einem Meeting und als dann die Frage nach der Überarbeitung des Logos auftaucht, stellt mein gegenüber mit fragenden Augen fest: „Naja, vom Logo wird mein Überleben wohl doch nicht abhängen?“

Nun, sein Überleben von einem Logo abhängig zu machen, wäre sicherlich übertrieben. Fest steht aber, dass ein gut gestaltetes Logo die Aufmerksamkeit von potenziellen Kunden steigert und so zu höheren Umsätzen und Gewinnen führen kann. So gesehen könnte eine gewisse Form von Überleben, zumindest wirtschaftlich, davon abhängen.

Doch was macht ein gutes Logo aus?
Ein gutes Logo sollte in erster Linie unverwechselbar sein. Es muss klar verständlich sein, zeitgemäß aber nicht modisch. Es muss Verwechslungen (mit Logos des Mitbewerbs) und negative Assoziationen vermeiden. Soweit zu den „emotionalen“ Eigenschaften.

Gute Logos sind das Ergebnis jahrelanger Erfahrung und Auseinandersetzung mit dem Vereinfachen von Abbildungen.

Darüber hinaus gibt es dann noch jede Menge technische Eigenschaften, die ein gutes Logo erfüllen muss. Dazu gehört zum Beispiel, dass es auch „ohne Farbe“, also schwarz-weiß wirken muss. Das Logo muss in jedem Vergrößerungsgrad eine gleich gute Wirkung erzielen. Darüber hinaus muss es, in verschiedensten Anwendungen, vom Druck über Internetapplikationen bis hin zu Anwendungen wie Fahrzeugbeschriftungen oder Berufsbekleidung, leicht und kosteneffizient reproduzierbar sein. Logos helfen den Ziel- und Bezugsgruppen Ihres Unternehmens, das Erkennen, Erinnern und Identifizieren von Ihren Dienstleistungen und Produkten zu erleichtern. In dichten Märkten geben Logos den möglichen Kunden eine Orientierung und Entscheidungshilfe, da Ihr Unternehmen und besten Angebote durch ein gut gestaltetes Logo klar identifizierbar werden.

Dabei transportiert es wesentlich mehr als nur Zeichen, Farben, Symbole oder Schriften. Gut gestaltete Logos vermitteln die Werte eines Unternehmens. Sie erzählen Geschichten und definieren Aufgabenbereiche. Um diesen Anforderungen zu entsprechen, bedarf es Zeit, Auseinandersetzung und Verständnis. Gute Logos findet man nicht in Onlinedatenbanken. Gute Logos sind das Ergebnis jahrelanger Erfahrung und Auseinandersetzung mit dem Vereinfachen von Abbildungen.

Vom Würstelstandbetreiber bis ins Weiße Haus
Ich hatte das Glück, vor einigen Monaten den amerikanischen Grafikdesigner Aaron Draplin kennen zu lernen. Er beschäftigt sich seit vielen, vielen Jahren mit der Entwicklung von Logos, Wortbildmarken und Signets für verschiedenste Auftraggeber. Letztes Jahr hatte alle bisher entstandenen Logos auf einem A1-Poster zusammengetragen. Eine interessante Geschichte, die ihn vom Würstelstandbetreiber bis ins Weiße Haus gebracht hat. Zugegeben, auch bei vielen seiner Projekte hing wahrscheinlich das Überleben seines Auftraggebers nicht vom entwickelten Logo ab. Aber, so wie jeder andere gute Grafikdesigner, entwickelt auch Draplin seine Logos mit der absolut notwendigen Hingabe… so, als würde das Überleben seines Auftraggebers davon abhängen.