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Nachhaltiger Wandel in der Werbung!

Nachhaltiger Wandel in der Werbung!

Hilfe!! Die Green Claims Directive ist im Anrollen! Täglich werden mir neue Posts dazu eingespielt. Ja, es wird alles furchtbar. Alles ändert sich und es wird echt „zach“ werden … Diesen Eindruck kann man gewinnen. Aber was ist dran? Was ändert sich? Ändert sich etwas? Zeit, das Thema in diesen Zeilen auf eine verständliche Basis herunterzubrechen.

Denn … nach über drei Jahrzehnten im Bereich Unternehmenskommunikation mache ich mir nicht erst seit gestern über die Zukunft Gedanken.

Die wachsende Rolle von Nachhaltigkeit in der Werbung

Die wachsende Bedeutung des Themas Nachhaltigkeit in der Werbe- und Kreativbranche spiegelt den bedeutenden Wandel in der globalen Kommunikations- und Geschäftslandschaft wider. Initiativen wie „Ad Net Zero“, das „ICC Framework for Responsible Environmental Marketing Communications“ und der Entwurf zur „Green Claims Directive“ der EU untermauern das sich verändernde Verständnis von Unternehmensverantwortung und Konsumentinnen- und Konsumentenbewusstsein.
Gleich vorweg: diese Entwicklungen tun nicht weh und wenn man sich schon früher mit diesen Themen auseinandergesetzt hat, versteht man die Entwicklungen als längst fällige Notwendigkeit.

Historische Perspektive: keine neue Entwicklung

Die Idee der Nachhaltigkeit in der Werbebranche ist – auch wenn in vielen Diskussionen der Eindruck entstehen kann – keine neue. Diskussionen über umweltverträgliches Marketing und ethische Werbung (.. auf den Bereich Produktion ausufernd) haben seit Jahrzehnten stattgefunden. Nationale, wie internationale Initiativen dazu zeigen, es sie gibt mit leichtem Hang zur Undurchsichtigkeit.

Erst in den letzten Jahren haben sich konkretere Maßnahmen und strengere Regelungen entwickelt. Wie schon zuvor erwähnt, mit längst fälliger Notwendigkeit. Warum? Weil wir es – und bis auf wenige Ausnahmen – nicht freiwillig geschafft haben „ordentlich“ zu kommunizieren. Aber das nun verpasste Korsett ist – aus meiner Sicht – kein Nachteil. Denn abgesehen vom Geraunze an vielen Ecken, bieten die (kommenden) Vorschriften zahlreiche Vorteile und Chancen für Agenturen und deren Kundinnen und Kunden.

Vorteile der Nachhaltigkeitsinitiativen

Förderung von Transparenz und Authentizität: Durch strenge Richtlinien und Standards für Umweltmarketing-Kommunikation werden Unternehmen dazu angehalten, überprüfbare und ehrliche Informationen über die ökologischen Eigenschaften ihrer Produkte oder Dienstleistungen zu teilen.

Anregung zu Innovation und nachhaltiger Geschäftspraxis: Die Integration von Nachhaltigkeitskriterien in die Werbung ermutigt Unternehmen, ihre Produktionsprozesse, Lieferketten und Produktlebenszyklen zu überdenken, was zur Entwicklung neuer, umweltfreundlicherer Produkte und Dienstleistungen führen kann. Und dort, eben ganz am Anfang, muss ein Unternehmen ansetzen. Die Kommunikation kann dazu den Anstoß geben … niemals umgekehrt! Sprich, die Kommunikation kann und darf Produkte oder Dienstleistungen nicht „grün“ reden.

Auswirkungen für Agenturen und deren Kundinnen und Kunden

Herausforderungen und Chancen für Agenturen: Für Werbe- und Kreativagenturen bedeutet diese Entwicklung, dass sie ihre eigene Geschäftspraxis überdenken und ihre Kundinnen und Kunden bei der Anpassung an neue Realitäten unterstützen müssen. Agenturen, die innovative und glaubwürdige Kampagnen entwickeln können und dabei das weite Feld der analogen Produktionsketten, z. B. Wie kann man mit Typografie Werbemittel nachhaltiger gestalten? oder digitalen Produktionsketten, z. B. Wie reduziere ich mit dem richtigen Bildformat meinen CO2-Abdruck? nachhaltig bedienen können, werden sich als unverzichtbare Partnerinnen und Partner etablieren.

Möglichkeiten für Kundinnen und Kunden: Hier bieten diese Entwicklungen die Gelegenheit, Marken neu zu positionieren und sich als Vorreiterinnen und Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit zu etablieren. Solche Bemühungen tragen nicht nur zur Verbesserung des öffentlichen Ansehens bei, sondern können langfristige ökonomische Vorteile mit sich bringen.

Nachhaltigkeit als Chance für die Branche

Die jüngsten Entwicklungen, die ja gar nicht so jung sind, in Bezug auf Nachhaltigkeit stellen für die Werbe- und Kreativbranche Herausforderungen und Chancen dar. Durch die Verpflichtung zu Transparenz, Authentizität und Innovation werden Agenturen und ihre Kundinnen nicht nur einen positiven Beitrag zum Umweltschutz leisten, sondern nachhaltiges Wachstum und Wettbewerbsvorteile sichern. Es ist die einzigartige (und notwendige) Chance die Art und Weise wie ein Unternehmen kommuniziert zu überdenken – neue Möglichkeiten zu entdecken ohne, wie es heute leider zu häufig der Fall ist „green zu washen“.

Sie wollen mehr zum Thema wissen? Sich austauschen, beraten lassen? Dann kontaktieren Sie mich. Ich bin Max Niederschick, ausgebildeter Typograf, Gestalter und Nachhaltigkeitsmanager und helfe Ihnen gerne bei Ihren nächsten Schritten.

Info Begriffserklärungen

Ad Net Zero: Ad Net Zero ist eine Initiative der (britischen) Werbebranche, die darauf abzielt, die CO₂-Emissionen bei der Produktion und Ausstrahlung von Werbung bis 2030 auf null zu reduzieren. Dabei fördert sie nachhaltige Praktiken und die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, Agenturen und Medienorganisationen.

ICC Framework for Responsible Environmental Marketing Communications: Dieses Rahmenwerk der Internationalen Handelskammer (ICC) bietet Richtlinien für die verantwortungsvolle Kommunikation von Umweltansprüchen in der Werbung. Es hilft Unternehmen, genaue und transparente Aussagen über ihre Produkte und Dienstleistungen zu treffen, um Greenwashing zu verhindern und das Vertrauen der Verbraucher zu stärken.

Green Claims Directive: Die Green Claims Directive ist ein Vorschlag der Europäischen Kommission, der darauf abzielt, falsche oder irreführende Umweltbehauptungen bei Produkten und Dienstleistungen zu reduzieren. Sie will klare Standards für Unternehmen schaffen, um Nachhaltigkeitsbemühungen transparent und nachprüfbar darzustellen.

Autor: Max Niederschick ist Gestalter, strategischer Kopf und Nachhaltigkeitsmanager. Er ist bei NWP für die konzeptionelle Gestaltung, Kreativsessions und Nachhaltigkeitskommunikation verantwortlich.

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